Dr. med. Günter Schaible
 Dr. med. Antje Weil-Schaible

 



Früherkennung verhindert rechtzeitig glaukomatöse Augenschäden

 

Die Routine-Vorsorgeuntersuchung  zur Glaukomerkennung besteht in der Messung des Augeninnendrucks und der ophthalmoskopischen Untersuchung des Sehnerven im Auge. Finden sich bei dieser Glaukomvorsorgeuntersuchung ein erhöhter Augeninnendruck oder Veränderungen am Sehnervenkopf wird eine Gesichtsfelduntersuchung durchgeführt um festzustellen ob glaukomatöse Gesichtsfeldausfälle bestehen.  

Modernste Verfahren der Glaukom-Früherkennung

Mit dem HRT II verfügt unsere Praxis über ein höchst ausgereiftes Diagnosegerät. Die 3-dimensionale Vermessung des Sehnervenkopfes ist herköm-mlichen Untersuchungs-methoden wie z.B. der Gesichtsfelduntersuchung um Klassen überlegen, weil sie objektive Untersuchungs-ergebnisse von höchster Präzision liefert. Die HRT II- Untersuchung dauert weniger als 5 Minuten und ist völlig schmerzfrei. Durch die HRTII- Untersuchung kann eine Glaukom -Erkrankung bereits viele Jahre vor dem Auftreten von Gesichtsfeldausfällen erkannt werden. Eine medikamentöse Glaukomtherapie kann Jahre früher begonnen werden und ein Fortschreiten von Glaukomschäden wird dementsprechend besser verhindert. Das HRTII kann bei bereits am Glaukom erkrankten Patienten hervorragend zur Verlaufskontrolle eingesetzt werden. Kleinste Verschlechterungen werden sofort erfasst und die medikamentöse Therapie kann umgehend verstärkt werden.

 

Einmal durch das Glaukom verlorene Sehkraft kann Ihnen niemand zurückgeben: 

Im Verlauf der Glaukom-Erkrankung kommt es unbehandelt zum fortschreitenden Verlust des Gesichtsfeldes:Durch Absterben von Sehnervenfasern entstehen Gesichtsfeldausfälle. Je mehr Nervenfasern absterben, umso mehr vergrößern sich diese Gesichtsfeldausfälle. Im fortgeschrittenen Stadium wird nur noch im Bereich einer zentralen kleinen Insel scharf gesehen.Im Endstadium kann auch noch dieses kleine Restgesichtsfeld zugrunde gehen und Erblindung daraus resultieren.

 

Es kann jeden treffen: 

Grundsätzlich kann jeder am Glaukom erkranken. Faktoren wie Alter, familiäre Vorbelastung, niedriger Blutdruck, hoher Augeninnendruck , afrikanische Abstammung , Neigung zu Durchblutungsstörungen, Verletzungen und Entzündungen des Augeninneren oder eine längere Cortison- Behandlung erhöhen jedoch deutlich das Risiko an Glaukom zu erkranken.  

 

Indikationen für die HRT-Untersuchung:

  • Glaukom-Früherkennung
  • quantitative Verlaufskontrolle bei Glaukom
  • Patienten mit okulärer Hypertension (erhöhter Augendruck und noch keine Sehnervenschäden)
  • Patienten mit glaukomverdächtigen Sehnervenbefunden zum Ausschluß eines Normaldruckglaukoms

Hornhautdickenmessung (Pachymetrie):

Mit der Pachymetrie lässt sich die Hornhautdicke bestimmen. Durch den individuellen Dickenunterschied der Hornhaut werden die gemessenen Augeninnendruckwerte  beeinflusst. Um nach den neusten Erkenntnissen den individuellen exakten Augeninnendruck zu ermitteln wird der gemessene Wert mit den Parametern der Hornhautdicke kombiniert.

 

Indikationen zur Pachymetrie:

  • Patienten mit Glaukom
  • Patienten mit okulärer Hypertension
  • Patienten mit Keratokonus
  • Patienten mit Zustand nach Excimer-Laser-Behandlung